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Es war definitv nicht Peter Fonda oder die Musik von Steppenwolf, die mich auf die Strasse zog. Die meisten Kumpel sahen in den Mofas oder Fuffzigern nur Sprungbretter zum ersten eigenen Auto.
Das hatte ich überhaupt nicht im Sinn als ich endlich 18 wurde. Nach der Zündapp
kam die erste BMW R75/7. Diese wurde mir in einer Nacht im Frühjahr 1978 unter dem Hintern weggerammt und ich wachte zwei Tage später auf der Intensivstation wieder auf.
Überflüssig zu erwähnen das die Autofahrerin mich übersah (nachts auf schnurgerader Landstrasse mit drei(!) eingeschalteten Fernscheinwerfern...), aber egal!
Bereits im Krankenhaus abonnierte ich eine Motorradzeitschrift und ein Jahr später saß ich wieder auf einer BMW, jetzt eine R80/7.
Das Entsetzen meiner Eltern kann ich heute, wo ich selber Vater bin, sehr gut verstehen.
Fast 12 Jahre und knapp 100.000 Kilometer blieb ich dieser Maschine treu. Irgendwann fand ich jedoch kaum noch Zeit zu fahren und wenn, dann war ich aus der alten Clique auch fast der letzte, der noch eine Maschine besaß.
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Nach fast 12 Jahren Pause, in denen Familie, Hausbau und Fussball die Freizeit bestimmten, kam vor ein paar Jahren wieder eine Gummikuh ins Haus.
Seitdem genieße ich das entspannte Motorradfahren, von Terminen und dem Wetter unabhängig (dann nehme ich nämlich doch das Auto...;-) versuche ich regelmäßig die Räder rollen zu lassen.
Hin und wieder sind die Touren auch etwas ausgiebiger und dann legen wir beide (Gummikuh und ich) auch schon mal 3000 Kilometer in sieben Tagen zurück.
Leider finden offenbar nur wir beide das so richtig gut ... :-))
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Von München über die alte Brennerstrasse zum Gardasee, einmal um den Gardasee herum (in Sirmione gibt es noch immer die beste Calzone); dann einen Tag zur Erholung und zum Baden am Gardasee verbracht. Anschliessend von Riva Del Garda in nordwestlicher Richtung zum Stilfser Joch, weiter zum Fernpass, um schliesslich über Füssen zurück nach München zu fahren.
Bis auf den Weg von zuhause nach München und zurück wurde keine Autobahn benutzt und die räuberischen Bergvölker in den Alpen mussten ohne meine Vignetten- oder Mautgebühr auskommen.
Und bevor jemand die Frage stellt: ja, die Nächte im Zelt waren teilweise kalt, die Iso-Matte war meistens hart und nach 9 Stunden im Sattel tat der Hintern immer weh. Punkt!
Und trotzdem war es g......!!!!!
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Drei Jahre hat es dann doch bis zur nächsten großen Tour gedauert. Diesmal sollte es zum Comer See gehen und dann wollte ich mal schauen. Es kam letztlich anders als geplant und aus verschiedenen Gründen wurden es dann (trotz zurückgelegter 2620 Km) nur vier Tage. Die hatten es aber in sich und es wurde eine wirklich tolle Fahrt!
Die Strecke führt über die A7 nach Füssen und von dort ging es in die Berge:
Füssen – (Österreich) - Reute – Fernpaß - St.Wedelin – Walchenbach – Imst – Landeck – Pfunds – Reschenpass – Nauders – Reschensee – Haider See – (Schweiz) - Santa Maria Val Müstair – Umbrailpass – Stilfser Joch – (Italien) - Bormio – Gaviapass – Ponte Di Legno – Edolo – Tresenda – SS38 – Morbegno – Sant’Agata – Comer See – Bellano – Varenna – Lecco – Civate – Erba – Como – Menaggio – San Siro – Sorico – Verceia – Lago Di Mezzola – Chiavenna – (Schweiz) – Castasegna – Malojapass – Maloja – Silser See – Silvaplana – St.Moritz – Samedan – La Punt – Albulapass – Alvaneu – Davos – Flüelapass – Susch – Martina/Vinadi – (Österreich) – Pfunds – Landeck – Imst – Walchenbach – St.Wendelin – Fernpaß – Reute – (Deutschland) – Füssen
Wer diese Tour nachfahren will, den warne ich von vornherein vor dem Abschnitt "Tresenda – SS38 – Morbegno – Sant’Agata": eine endlos gerade Strasse durch ein nicht endendes Gewerbegebiet. Es ist aber der direkte Weg vom Gaviapass zum Comer See.
Mit einem normalen Medion-Navi umging ich sämtliche Mautstrassen und benötigte auch in Österreich keine Vignette, die Strassen waren daher meist (Ausnahme siehe oben) für Motorradfahre interessanter.
Und jetzt noch ein paar Bilder:
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Es muß ja nicht immer eine Monstertour sein, manchmal gibt es auch direkt um die Ecke tolle Strassen und Plätze, die zur Pause einladen.
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